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Jungen Menschen Sicherheit und Halt bieten: Besuch im Christophorus Jugendwerk

Veröffentlicht in Kreisverband

Fröhlich spielende Kinder, die in zugewandten und heilen Familien behütet und glücklich aufwachsen. Wer wünscht sich das nicht. Viel zu oft bleibt dieses Bild leider weit von der Realität entfernt. Im Ernstfall, wenn es für ein Kind (aus welchem Grund auch immer) besser ist, wenn es nicht in seiner Familie bleibt, sei es kurzfristig oder auch für länger, braucht es Einrichtungen wie das Christophorus Jugendwerk in Oberrimsingen.

Bei einem vor Ort Termin mit einem wunderbar organisierten Programm durfte ich mir ein Bild von der Einrichtung machen. Im Bereich der Inobhutnahme, in dem im Jahr 2020 schon über 100 Jugendliche, seien es einheimische oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aufgenommen wurden, konnte ich hierbei meine eigenen Erfahrungen als Pflegemutter in die Diskussion mit einbringen.

Die Ausbildungsstätten, in denen junge Menschen einen Lehrberuf in den verschiedensten Bereichen erlernen können, waren gefüllt von emsiger Beschäftigung. Neben dem fachlichen Wissen werden hier vor allem auch Sozialkompetenzen und Verhaltensregeln vermittelt. Dieses Angebot halte ich für einen wichtigen Baustein, wenn man niemanden zurücklassen will. Manche Menschen brauchen aufgrund ihres Lebensweges die eine oder andere Chance mehr. Diese bekommen sie hier in einem Rahmen, der bestmögliche Erfolgschancen gibt. Das schmiedeeiserne Tor der Söldener Kapelle, das in der Metallverarbeitungswerkstatt an der Wand hängt, hatte es mir natürlich besonders angetan.

Neben den drei Wohngruppen mit bis zu acht Jugendlichen, die stationär auf dem Gelände leben, besuchen auch einige Externe die angeschlossene Erich-Kiehn-Schule. Es handelt sich um ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionaler und sozialer Entwicklung und bietet die Bildungsgänge Grund-, Werkreal- und Förderschule sowie ein Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf. Für besonders förderbedürftige Grundschüler gibt es außerdem eine Außenklasse an der Grundschule in Merdingen.
 
Von dem Gesamtkonzept und der Grundüberzeugung der Einrichtung, die jedem jungen Menschen erst einmal Sicherheit und Halt bieten möchte und ihnen in schwierigen Lebenssituationen die Hilfe und Chancen gibt die sie benötigen, war ich sehr angetan. Herrn Köck und Frau Gösmann bin ich für die interessanten Einblicke sehr dankbar. Natürlich war in dem Gespräch auch Bürokratie, Behördenzuständigkeit und die Zusammenarbeit der Einrichtung mit Landkreis und Stadt Freiburg ein Thema. Wie so häufig zeigt sich, dass ein Blick über den Tellerrand hinaus und mit dem Wohl der Jugendlichen im Blick am sinnvollsten ist. Egal ob Sozialgesetzbuch 3 oder 8, ob Arbeitsamt oder Jugendamt nach den Buchstaben des Gesetzes zuständig sind. Dass das Christophorus Jugendwerk zur Not ohne Kostenerstattung zum Wohl des einzelnen Jugendlichen kurzfristig tätig wird, ist leider Alltag und Realität und verdient um so mehr Hochachtung, da die Einrichtung sich und ihre Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Betreuung und Ausbildung der Jugendlichen auch selbst finanzieren muss.

Birte Könnecke

 

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