SPD Batzenberg

 

Ergebnisse der Umfrage zur Milchquote

Veröffentlicht in Kreisverband

Die derzeitigen Preise für konventionell erzeugte Milch (um die 20ct/l) decken bei weitem nicht die Produktionskosten (etwa 40ct/l). Sprich: Die Bauern zahlen bei jedem Liter drauf.

Der Wegfall der Milchquote und dem damit steigendem Angebot steht der Wegfall der Abnehmer in China und Russland gegenüber, beide Effekte sind für die erneut aufkommende Milchpreiskrise verantwortlich.

Wünschenswert wäre es auch in Zukunft, dass wir regional unseren Milchbedarf decken, zu guten Preisen für die Landwirte und verträglich für Tier und Umwelt.

Hierfür muss aber das Angebot gedrosselt werden, wofür es eigentlich nur zwei Möglichkeiten gibt:

  1. Wiedereinführung der Quote, also Planwirtschaft. Geht nur auf EU-Ebene, da sonst billigere Produkte aus dem Ausland in den Markt drängen und nichts gewonnen wäre.
  2. Es dem Markt überlassen, schwächere Betriebe geben auf oder müssen sich neu ausrichten.

Diese Optionen hat die SPD Breisgau Hochschwarzwald im Rahmen einer Umfrage diskutiert. Die Ergebnisse liegen nun vor, 48 teils ausführliche Antworten sind eingegangen.

50% stimmten für die Wiedereinführung der Quote auf EU Ebene, 31% stimmten für andere Vorgehensweisen  und vermerkten eigene Ideen und 19% wollten die Frage dem Markt überlassen.

 

Viele Kommentare zeigen, dass die EU Entscheidungen und das Thema Milchquote und Subventionen zu intransparent und oft missverständlich sind.

Es gab einige Modellvorschläge zur weiteren staatlichen Subventionierung, Subventionierung der Höfe gestaffelt nach Größe, Wirtschaftsform  und Tierhaltungsstandards,  die Subventionierung von einer Tagesmaximalmenge pro Erzeuger,  Entschädigung für nicht produzierte Mengen, Umstiegshilfen also Umverteilung von Agrarsubventionen oder gar eine „Abwrackprämie“ für Kühe. 
Die eigentliche Preisfindung der Milch sollte dabei dem Markt überlassen werden.

Auch mehrfach vorgeschlagen wurde eine steuerliche Förderung für mehr Diversifikation bei den landwirtschaftlichen Betrieben und die Ausrichtung auf Bioproduktion und hochqualitative Produkte.

Wichtiger Aspekt, insbesondere im Schwarzwald, ist die besondere Funktion der Milchbauernbetriebe für den Erhalt der Kulturlandschaft, hierfür sollten sie Pflegeprämien bekommen.

Lebensmittel sollen generell wieder ein höheren Wert im Ansehen bekommen, hierzu hat der Handel ja auch bereits Kampagnen gestartet, so fördern Einzelhandelsunternehmen ganz gezielt die regionalen Milcherzeugnisse und garantiert hierfür auch wirtschaftliche Mindestpreise. Derartige Aktionen werden von mehreren Teilnehmern der Umfrage begrüßt.

Ein Jungbauer sieht klar die Eigenverantwortung der Bauern und den Weg weg vom Export und die Fokussierung auf die Versorgung im eigenen Land mit guten Produkten zu fairen Preisen.

Diverse Regulierungsvorschläge behandelten die Begrenzung der Anzahl Kühe,  oder die Begrenzung der Milchmenge pro Kuh,  das Entgegenwirken  der Massentierhaltung  und das Belohnen tiergerechter Haltung oder das Verbot von Dumpingpreisen unter Herstellungskosten.

Ein bunter Blumenstrauß, oder thematisch besser, eine ganze Wiese an Lösungsansätzen kam in wenigen Tagen zusammen. Der SPD Kreisverband nimmt diese Anregungen mit in die politischen Diskussionen.

 

 

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